Back in the game – by Uwe Shore

Back in the game

Unglaublich, es war gerade noch Silvester und jetzt haben wir schon wieder März. Die Zeit verfliegt einfach zu schnell. Ein neues Jahr bedeutet für mich dieses mal neue Wege und neue Ziele. Die setze ich mir, um das Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Stehts den Fokus im Blick dann läuft das viel einfacher von der Hand.
Ziemlich bald fand ich den Start in diesem Jahr. Der Drang nach der neuen Saison war einfach zu groß. Da hatte aber der Winter noch ein Stückchen mitzureden. Mein eigentlich gewähltes Gewässer war noch gefroren und so begann die Saison Ende Jänner am Waldsee. Alles weiß verschneit mitten in der Natur einfach Hammer. Der erste Fisch ließ auch nicht lange auf sich warten und somit war der erste Schritt getan.

Los gehts am eigentlichen Gewässer. Anfang Februar war zumindest mein Areal an dem anvisierten Platz frei von Eis. Knapp unter 4 Grad Wassertemperatur ließen mich eher wenig hoffen an Fisch zu kommen. Eisiger Wind und der Großteil des Sees noch mit Eis bedeckt. Futtertechnisch stand nur ein PVA Stick am Plan. Dafür sollte es eine richtig auffällige Bombe sein. Mein Lieblings Winter/Frühjahrs Hakenköder durfte wieder zeigen was er so kann. Der Essential Lemon Wafter brachte mir schon in den vergangenen Jahren sehr bald Fisch an den Haken.

So sollte es auch dieses Jahr sein. Erst zwei Pieper und dann der Vollrun und ich dachte mir schon irgendein tauchender Wasservogel zog da am anderen Ende. Zu meinem Glück war es dann doch ein wunderschön dunkel gefärbter Schuppi. Einfach nice, wenn der Plan im unteren, einstelligen Wassertemperatur-Bereich sowas von aufgeht.

Mein verwendetes Futter begrenzte sich auf natürliche Nahrung, kleine Partikel, Groundbait und Liquid: Hanf, Dosenmais, Tigernüsse, Bloodworm, Seidenraupen, Maden, Mini Pellets, Groundbait und Liquid. Aus diesen Komponenten mische ich mein Futter immer nach Gefühl zusammen. Einzig sollte es nicht zu feucht sein, ansonsten ist mir das Mischverhältnis egal. Gewisse Attraktoren und sehr hoch wasserlösliche Additive kommen dann zum Schluss in den Mix wie beispielsweise Rinderleberextrakt flüssig, Schweineleberextrakt pulverförmig und auch unser Amino.

Mit diesen Attraktoren versuche ich so viel Fisch wie nur möglich in Richtung Spod zu bekommen. Natürlich zieht diese Art Futter auch jegliche andere Unterwasserbewohner an. Doch in den kalten Jahreszeiten ist es einfach wichtig Aktivitäten verzeichnen zu können. Das Gemüht eines Anglers soll befriedigt werden, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen.

Die Fische liefen richtig gut an. Auch die Größe ging langsam aber doch in die richtige Richtung. Die Hakenköder wachsen stetig und somit versuche ich langsam zu selektieren. Angefangen mit dem 16mm Wafter über 20mm Schneemann bis zurzeit ein 24mm Wafter am Haar hängt. Das mache ich aber nur wenn es die Bissfrequenz zulässt. Die Fische sind noch nicht aktiv, der Stoffwechsel arbeitet noch nicht ansatzweise so wie im Sommer. Doch Hunger haben sie und das mache ich mir zum Vorteil.

So wie ich es jetzt praktiziere, verwende ich derzeitig nun mehr ganz wenig Kleinfutter, da der Platz mehr als zufriedenstellend angenommen wurde. So kommen ummantelte Boilies am PVA Tape zum Einsatz. 3-4 Köder auf dem Tape aufgezogen und an den Haken gehängt. Die ummantelten Baits geben nach und nach Attraktion frei und arbeiten danach gegen Kleinfisch durch die Boiliegröße selbst. Auch am Haar wie schon erwähnt, kommt ein ummantelter Boilie als Schneemann drauf.

Die Ummantelung wähle ich in der Regel immer zum gleichen Produkt als den Boilie. Selbe Range von Boilie, Groundbait und Liquid. Drei bis vier Schichten sollten meiner Meinung nach mindestens auf den Baits sein, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Da ich denke, dass beim Aufkommen auf der Wasseroberfläche nach dem Wurf schon etwas verloren geht.

Ich arbeite gerne mit vielen Komponenten beim Futter, um ein gutes und fängiges Grundgerüst für die Winterangelei zu schaffen. Mir macht es Spaß neue Attraktoren zu testen und diese im besten Fall erfolgreich einzusetzen.

Die nächste Phase kommt bestimmt und das erste große Fressen steht vor der Tür.
Wenn es dann die Temperaturen zulassen im späten Frühling geht es an den großen Fluss und es kommt ein neues Kapitel mit einem sehr großen Projekt. Doch davon zu einem anderen Zeitpunkt mehr davon.

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