Emotionale Endstation – zurück zu den Wurzeln – Endstation Bait Fabrik!

 

Ich denke ich bin angekommen, zumindest habe ich das Gefühl.

 

Meine Angelei hat sich all die Jahre immer wieder verändert. Die Ziele, die Herangehensweisen, die Wahl der Gewässer und noch einiges mehr veränderten sich durch zunehmende Erfahrung. Zum Teil auch durch falschen Ehrgeiz und durch Erfolge. Ja, der Wandel der Zeit hinterlies auch seine Spuren.

Mein anglerisches Aufwachsen war frei von medialen Prägungen. Man pflegte seine persönliche Kontakte, kommunizierte mit Festnetz und das war es auch. Auch Ende der 80er Jahre verlief meine Fischerei analog zu den Themen. Man war regional an den kleineren Naturseen unterwegs mit einem überschaubaren Fischbestand, vor allem überschaubar bei den Fischgrößen. Ich angelte entspannt und freute mich mega meine Freizeit an den Gewässern verbringen zu können. Der jungen Generation möchte ich an dieser Stelle sagen, dass zu damaliger Zeit ein 20 Pfund Karpfen, sprich 10kg, eine Sensation war und zum Teil Gefühle der Freude auslösten, die unbeschreiblich waren.

Dann der Knall! Boilie, Hair-Rig, Flourcarbon usw. Das waren auf einmal Begriffe die präsent waren und in den ganz wenigen Fachzeitschriften tauchten diese Begriffe auf. Wenn man damals in den abgedruckten Artikeln über solche Beschreibungen stolperte, fing man an zu Staunen.

Es entstand auch damals die erste Gier. Mir war das aber nicht bewusst. Die Gier nach etwas „Neuem“. Was Neues auszuprobieren, mit einer neuen Angeltechnik Fische zu fangen, mit einem neuen Futter erfolgreich zu sein. Das war bei mir die erste prägende Phase der sogenannten Zielfisch-Angelei, auf eine mir bis dato unbekannte Art und Weise.

Mit der ersten Gier wuchs auch die Neugierde was steckt da eigentlich dahinter. Was ist der Boilie? Was ist da drin? Aus was wird der hergestellt? Fragen über Fragen. Jetzt angetrieben durch die entstandene Neugierde wurde recherchiert, gelesen und nach verwertbaren Informationen gesucht. Man versuchte Kontakte aufzunehmen und man probierte selbst was aus. Futter selbst herzustellen, DEN Boilie zu schaffen.

Ich betrachte diese Phase heute mit einem Lächeln, die Zeit war geil. Es wurden Boilies gerollt, es wurde jede freie Minute gefischt und gefüttert, man entdeckte und probierte. Auch wurde man erfolgreicher was einen aber auch veränderte und das manchmal nicht zum Positiven.

Durch den eigenen Erfolg spielte man regional in der „Oberliga“, meinte man zumindest, und es wuchs auch das Selbstbewusstsein.

Ich denke die zweite Phase begann als die erste Sättigung eintrat. Das vorhandene Angeln reichte nicht mehr und es wuchsen die Ansprüche. Man verbrachte die Urlaube und die Wochenenden an unseren bayrischen Naturseen, die einige 100ha haben. Es war schön, interessant, aufregend und auch eine ganz neue Art zu Angeln. Und es wurde auch bequemer denn das erste „professionelle Tackle“ konnte man auch kaufen. Es wuchs der Anspruch das beste Futter zu haben. Neue Rohstoffe wurden eingesetzt und die ersten unbekannten Attraktoren, die den „mega Fisch“ bringen sollten, verarbeitet.

Die dritte Phase war eine Art Ernüchterung, denn es stellte sich heraus so einfach war es doch nicht. Die Gier bekam wieder Überhand was aber zu diesem Zeitpunkt nicht das Schlechteste war. Man bekam ein Gefühl für die Gewässer, die Situation und man wusste bestimmte Dinge richtig einzuordnen. Heute würde man sagen „Watercraft“ oder „Flow“.

Die Dinge so zu nennen, lernte man auch durch den Zugriff auf die vernetzte Welt. Das Internet hielt seinen Einzug. Aus heutiger Sicht war das der größte Wandel meiner persönlichen Entwicklung. Die Flut an Informationen zu verarbeiten, richtig einzusortieren und vor allem richtig damit umzugehen.

Die 4. Etappe war die Prägendste. Positiv und negativ!

Die Ziele veränderten sich und ich bereiste andere Länder um Karpfen zu fangen. Große Karpfen, die man aus den Fachzeitschriften kannte und mittlerweile auch im Netz finden konnte. Das Futter wurde immer besser und ich wusste jetzt was ich tat. Man fokussierte. Auf die verschiedensten Quellen hatte man Zugriff, auf fachliche Aussagen, die sich mit dem Thema Karpfen in allerlei Hinsicht auseinander setzten. Die Mixturen der Boilies wurden komplett neu und es war der Zeitpunkt bei dem ich von einer Herstellung sprechen konnte, die darauf abzielt ganz explizit Produkte zu produzieren, um ganz gezielt Karpfen zu fangen.

Man wurde aber auch zum Teil überheblich. Der eigene Erfolg, die Anerkennung, die einem entgegengebracht wurde und die Bewunderung der Anderen. Ausgelöst durch das Standing das man mittlerweile genoss. Wenn man zurück kam von den Auslands – Trips mit den dicken Fischen im Gepäck, in Form von Fotos, und die regionalen außergewöhnlichen Erfolge.

Es entstand auch in der Phase das Gefühl die ganzen großen Karpfen Europas fangen zu müssen was aber in der Form nicht möglich war, denn man hatte ja nur sehr wenige Wochen Urlaub im Jahr zur Verfügung. Betrachtet durch das Fenster der Vergangenheit muss ich sagen, dass das nicht die beste Zeit der Entwicklung was die Einstellung zum Hobby anbelangte war. Aber die Beste was die Entwicklung des Futters betraf. Und ich sammelte Erfahrung in allen Bereichen der Karpfenangelei.

Phase 5 war die Erdung!

Man merkte irgendwann so einfach ist das Ganze nicht. Es ging ein wenig die Gier verloren. Ich wusste aber nicht warum. Ich war satt von der Vorgehensweise! Man war Anderes gewöhnt! An den ganz großen Gewässern musst du einfach anders ran. Das Übliche funktionierte nicht. Ich musste lernen die Zusammenhänge zu verstehen und vor allem anders zu agieren. Ich Nachhinein betrachtet muss ich gestehen, dass ich erst an den großen Gewässern Europas das Angeln richtig lernte. Getrieben vom Ehrgeiz, schärften die Niederlagen meine Sinne und ich entwickelte mich mit großen Schritten.

Ein schleichender Prozess war es, der mich zu dem machte was ich heute bin. Ich habe nie Buch geführt und mich immer auf mein Gefühl verlassen wie ich angeln muss. Ich weiß auch nicht exakt wieviele Karpfen ich in all den Jahrzehnten gefangen habe. Es waren viele. Es waren Tausende. Viele Zuchtformen, viele außergewöhnliche Fische, viele Beautys, Giganten und Besonderheiten. All das konnte, heute sage ich „durfte“, ich all die lange Zeit fangen.

Ich habe heute das Gefühl die Balance zum Hobby gefunden zu haben.  Das Gespür für ein Gewässer, die zu beangelnden Spots und zur Einstellung. Und das bringt eine sehr große Entspannung. Glaubt mir das. Die Gier ist geblieben, aber sie hat sich verändert. Es ist jetzt eine Gier nach Wissen, eine Gier nach Perfektion und eine Gier das Beste am Wasser rauszuholen. Und der Fokus hat sich verändert. Konzentriert auf das Wesentliche. Die Maxime in der Futterherstellung und beim Angeln zu erreichen.

Große Fische fängt er aber immer noch gerne. Diese werden nur ganz anders eingeordnet.

Das Gefühl angekommen zu sein entstand als ich merkte, dass für mich persönlich der größte Reiz darin liegt den Jungs auf die Schliche zu kommen, sie richtig zu füttern. Dann fängst du die Dinger auch.

Das ist jetzt meine Fischerei, das finde ich geil!

All das erzähle ich euch, um einen kleinen Einblick zu schaffen was steckt hinter der Bait Fabrik und was hinter der Person Thomas Roll steckt.

Wir möchte euch auf eurem Weg begleiten, an eurem Hobby Anteil haben und Mitfiebern, wenn eure Träume erfüllt werden. Ich habe mir bezüglich Angeln auf Karpfen fast alle Träume erfüllen können.

Wir bieten euch als Kunden mit unseren selbsthergestellten Produkten ein Portfolio auf das ich nun selbst seit 30 Jahren Jahre zugreife. Hergestellt aus Leidenschaft und Überzeugung, um unvergessliche Session zu erleben und Fische zu fangen, die einen ein Leben lang prägen.

Rohstoffe aus der Region und Frische prägen unsere Boilies und die dazugehörigen Produkte.

Transparenz und Seriosität,  das findet Ihr bei uns. Und vor allem Bodenständigkeit.

Wer gerne noch mehr wissen möchte, bitte meldet Euch doch. Wir stehen Euch mit Rat und Tat zur Seite.

Ich wünsche euch als Ziel eine Zufriedenheit wie ich es seit Jahren empfinde, wenn ich die Ufer der Gewässer betrete.

Liebe Grüße

Thomas

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