Zielfischtagebuch 5: Auszeit – by Patrick Buhr

Zielfischtagebuch 5: Auszeit

Am Zielfischpool lief es vor sich hin. Ich fing konstant, der Zielfisch war aber nicht dabei. Ich hatte trotzdem Spaß und genoss die Zeit am Wasser, aber irgendwie wurde es nun mal Zeit für einen Tapetenwechsel. Wie schon im letzten Tagebuch angedeutet stand in Kürze ein Trip nach Frankreich an. Julian und ich hatten uns eine Woche Urlaub genommen und wollten mitnehmen, was geht. So ging es am Freitag nach einem viel zu langen Arbeitstag, einer Stundenlangen Fahrt durch Hamburg und dem Packen und Einkaufen am Abend endlich los in Richtung Süden. Ich war wirklich platt von der Arbeit und dem Stress der letzten Tage und Wochen. Fast ein halbes Jahr war meine letzte richtige Woche Urlaub her. Es wurde wieder höchste Zeit. Die Fahrt zog und zog sich durch die Nacht aber wir hielten durch.

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Am nächsten Morgen um 7 Uhr standen wir völlig übermüdet am Ufer des ersten Sees. Die Sonne ging auf, wir blickten auf ein tolles Panorama und sahen auch schon die ersten Fische springen. Mega! Trotzdem wollten wir nur noch schnell die Ruten legen und dann einfach schlafen. Ruten und Rigs waren gut vorbereitet und es ging alles recht schnell. Alle Ruten lagen super und beim Füttern mit dem Wurfrohr fielen mir schon die Augen zu. Jetzt einfach nur noch in den Bus fallen lassen und Feierabend. Doch völlig ohne Vorwarnung rannte schon die erste Rute los. Der Fisch zog voll ins Kraut und nach 5 Minuten Angeln durfte ich das erste Mal baden gehen. Nach einem kurzen Tauchgang konnte ich einen kleinen Schuppi keschern. Das lief ja gut an. An schlafen war nun auch nicht mehr zu denken und so genossen wir ein herrliches Frühstück in der Sonne.

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Ähnlich ging es weiter. In 8 Tagen befischten wir 3 Seen. Wir kamen ohne bestimmte Erwartungen, genossen die Landschaft, das Essen und das Angeln und fast wie von selbst lief es einfach. An jedem See fingen wir von Anfang an Fische. So muss Angeln für mich sein. Das Gesamtpaket passte einfach. Es war einer der geilsten Trips, die ich überhaupt hatte und auch dass der ganz Dicke ausblieb, machte gar nichts. An einem neuen Gewässer Fische zu fangen ist immer etwas ganz Besonderes und die Kulisse drumherum machte es nur noch besser.

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Es landeten natürlich trotzdem viele schöne Fische im Kescher. Was eigentlich an allen Seen sehr gut funktionierte, war eine Kurzfuttertaktik. In Frankreich investiert kaum jemand die Zeit um vorzufüttern, ohne auf dem Platz zu angeln. Besonders an Tagangelseen ist dieses Phänomen sehr deutlich zu spüren. An jedem Morgen kann schon jemand anderes auf dem Platz sitzen, den du am Vorabend gefüttert hast. Der Versuch lohnt sich trotzdem. So fütterten wir an einem Tagangelsee am Abend im Dunklen um die 5kg Boilies und einige Tigernüsse auf einem Platz vor. Am nächsten Morgen passierte erstmal recht wenig, doch ab ca. 12 Uhr lief die Rute auf dem Futterplatz fast im Stundentakt ab. Bis zum Abend brachte der Platz 8 Fische.

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An jedem See wurde unabhängig von den anderen Ruten ein solcher Futterplatz angelegt, auf dem täglich eine Mischung aus WC20, Ciric Milk und einigen Tigernüssen verteilt wurde. Je nach Gewässer ließen wir dem Platz 1-3 Tage Zeit bevor wir diesen beangelten und an jedem See brachte dieser Platz dann auch Fische. Wie ich finde eine super Taktik, um sich auch mit wenig Zeit etwas aufzubauen und das nötige Vertrauen zu schaffen.

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Durch den gesamten Trip zog sich eine Leichtigkeit beim Angeln, die ich so lange schon nicht mehr erlebt hatte. Wir waren im Flow und alles lief wie von selbst. An einem Tag an dem ich wirklich immer die kleineren Fische erwischte, genoss ich trotzdem jeden Drill. Ich freute mich mit Julian über seine guten Fische und fast wie von selbst lief 5 Minuten vor dem Ende der Tagangelzeit nochmal eine Rute ab und ich konnte in der Dunkelheit bei Regen mitten auf dem See noch einen fetten Spiegler keschern. Ich denke so kommen die Dinge ganz von allein, wenn man sich selbst keinen großen Druck macht und genau so ist es auch oft genug mit der Zielfischangelei. Dieser Trip hat wirklich gut getan und ich will diese Leichtigkeit unbedingt mit nach Hause nehmen und vor allem an mein Zielfischwasser. Der Große wird irgendwann von ganz alleine beißen. Und wenn nicht ist es auch gut. Ich mache weiter und irgendwann werde ich Ihn mir schon holen.

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