Saisonstart mit Hindernissen – by Tammo Burmann

Wie sehr man manchmal f├╝r den ersten Fisch des Jahres k├Ąmpfen muss und wie mir dieser erste Fisch alles abverlangt, erz├Ąhle ich euch jetzt. Ich f├╝r meinen Teil werde diese Session nicht mehr so schnell vergessen. Das steht fest.
Ein sch├Ânes Wochenende Ende M├Ąrz k├╝ndigte sich an. Mir war klar, dass es an eines unserer Tiefs gehen musste und ich packte voller Freude und Optimismus all mein Zeug in mein Auto. Freitag, direkt nach der Arbeit, ging es los. Ich hatte mir einen Spot ausgesucht, f├╝r den ich sehr weit ├╝ber ein Feld laufen musste. Ich lud meinen Trolley bis an die Ohren voll und qu├Ąlte mich ├╝ber das Feld.
Die erste Nacht war ruhig. Nur eine Brasse lie├č sich einen 16mm Bloodworm-Liver Boilie schmecken. Am n├Ąchsten Morgen beschloss ich etwas zu ├Ąndern. Mit meinem Futterboot fuhr ich eine Rute mit einem 20mm Bloodworm-Liver Boilie sowie eine Hand voll Boilies und ein paar zerdr├╝ckten Kugeln an einen sehr weit entfernten Spot.
Erfreut konnte ich beobachten wie der Luftdruck sank und wie Wasser aus dem Tief abgepumpt wurde. Das ist bei uns immer ein super Zeichen, da wir keine nat├╝rliche Str├Âmung haben und dadurch der Gew├Ąsser Boden gereinigt und Nahrung freigespielt wird.
Der Abend brach an und ich bereitete mich grade darauf vor mich schlafen zu legen als gegen 22 Uhr mein Pieper los schrie. Es war die Rute, die ich zuvor auf Distanz abgelegt hatte, was mir jetzt zum Verh├Ąngnis wurde.
Ich st├╝rmte aus dem Zelt und rannte auf meine Rute zu. Vielleicht etwas zu euphorisch…. und rutschte aus….
Ein stechender Schmerz breitete sich in meiner Schulter aus und ich wusste sofort, dass sie ausgekugelt war. Ich packte mit der rechten Hand meine Rute und begann den Fisch zu drillen. Der Schmerz in meiner Schulter war so stark das mir ganz schlecht wurde und ich drohte ohnm├Ąchtig zu werden. Schnell setzte ich mich auf den Boden, um nicht umzukippen und drillte weiter. Der Arm war nutzlos. Der Schmerz wurde immer schlimmer und ich wusste nicht, wie ich es schaffen sollte diesen Fisch zu landen.
Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit hatte ich den Fisch im Kescher. Mit letzter Kraft verfrachtete ich ihn noch im Wasser in meine Wiegeschlinge und schleppte mich auf meine Liege. Nach kurzer ├ťberlegung rief ich den Notruf. Der Rettungswagen war nach kurzer Zeit da und ich konnte sehen wie die beiden Sanit├Ąter langsam ├╝ber das Feld auf mich zu kamen. Ein bisschen verdattert kamen sie schlie├člich an meinem Zelt an.

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Es war klar, dass ich ins Krankenhaus musste. Die zwei sehr netten Sanis kurbelten nach kurzer Anleitung meine Ruten rein und halfen mir den Weg ├╝bers Feld zum Rettungswagen. Mittlerweile waren ein paar Leute der Freiwilligen Feuerwehr eingetroffen. Sie passten auf meine Sachen auf bis ein Kumpel sie abl├Âste. Im Krankenhaus wurde mir der Arm wieder eingekugelt und schon nach 2 Stunden konnte mein Bruder mich zur├╝ck zu meinem Angelplatz bringen. Ich brachte wieder alle Ruten aus, wobei mir mein Kollege noch half. Ersch├Âpft legte ich mich schlafen.

Als ich am n├Ąchsten Morgen aufwachte war klar das die Angelei f├╝r dieses Wochenende f├╝r mich vorbei war. Mein Arm war etwas taub und ich musste nach Hause. Noch bevor mein Vater bei mir eintraf lief doch tats├Ąchlich noch eine Rute ab. Wieder hatte der Bloodworm Liver Boilie bewiesen was in ihm steckt. Mein Vater schoss nach seinem Eintreffen schnell ein paar Fotos von meinen Fischen. Wir bauten gemeinsam ab und er schleppte alles zur├╝ck zu meinem Auto.

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Zuhause angekommen war ich einfach nur froh und lie├č noch mal alles Revue passieren. Was eine Geschichte die ich so schnell nicht vergessen werde. Vielen Dank an alle die mir geholfen und mich unterst├╝tzt haben.
In diesem Sinne Tight Lines und passt auf euch am Wasser. Mir wird es garantiert eine Lehre sein!

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